Dokument vom:
04.07.2011
Sekundärliteratur

 Sekundärliteratur

 

 

Auf folgende e-books-Ausgaben weisen wir hin

 

 

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 Aquis Submersus (29,0 kb)  Pole Poppenspäler (30,3 kb)  Der Schimmelreiter (25,2 kb)

 

 

 

Heinrich Detering: Kindheitsspuren. Theodor Storm und das Ende der Romantik.

Theodor Storms lebenslange Auseinandersetzung mit der Romantik kreist um Bilder von Kindern und Kindheit. In ihnen verbindet sich Sehnsüchte nach Geborgenheit und heiler Welt mit den großen Umbrüchen der Epoche zu einem einzigartigen literarischen Werk. Heinrich Deterings Buch macht sich mit Storm auf die Suche nach der verlorenen Kindheit.

Heide (Boyens) Juni 2011,
ISBN 13: 978-3804213333    

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Gerd Eversberg: Der echte Schimmelreiter.
So (er)fand Storm seinen Hauke Haien.
Heide (Boyens) 2010
ISBN 13: 978-3-8042-1317-3

Gerd Eversberg spannt seinen Bogen von der Jugend Theodor Storms bis in die letzten Lebensmonate, in denen der Husumer Dichter noch selber die Korrekturen für sein „Schimmelreiter“-Buch las. Neben der Geschichte des Deichbaus werden die Landschaft Nordfrieslands und die kulturellen Besonderheiten zwischen Marsch und Geest ausführlich geschildert. Das reich bebilderte Buch dokumentiert den lebenslangen Prozess von Stoffaneignung und Recherche sowie den Schreibprozess als Vollendung eines produktiven Dichterlebens.

  Grußwort (113kb)

der echte Schimmelreiter 

Gerd Eversberg: Theodor Storm lässt grüßen. 
                           Beobachtungen aus dem Land des Schimmelreiters. 
   

                            192 Seiten
                            Heide (Boyens) 2010  
                            ISBN  978-3-8042-1274-9

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 Karl Ernst Laage: "Wenn ich doch glauben könnte!" 
                                Theodor Storm und die Religion.
  

                               72 Seiten
                               Heide (Boyens) 2010  
                               ISBN 978-3-8042-1308-1

 

 

 

 

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Der junge Storm. Forschungsergebnisse aus dem Husumer Storm-Archiv.


Der Direktor des Theodor-Storm-Zentrums, Dr. Gerd Eversberg, hat in den Jahren 2005 und 2006 die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zum „jungen Storm" in zwei Buchpublikationen veröffentlicht.

 

THEODOR STORM


Anekdoten, Märchen, Sagen,
Sprichwörter und Reime
aus
Schleswig-Holstein
Texte, Entstehungsgeschichte, Quellen
Unter Berücksichtigung der von Theodor Mommsen beigetragenen Sagen nach den Handschriften und Erstdrucken herausgegeben von Gerd Eversberg
Mit Abbildungen
Boyens: Heide 2005

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Die hier vorgelegte Zusammenstellung von Märchen, Sagen, Schwanken, Sprichwörtern und Reimen gibt Aufschluss über die vielfältigen Schreibversuche des jungen Autors Theodor Storm. Die Edition belegt, dass Storm als Erzähler zunächst auch mit der Übernahme von kulturhistorischen Dokumenten experimentierte, bevor er sich an selbständige Skizzen und Novellen heranwagte. Gemeinsam mit seinen Studienfreunden Theodor und Tycho Mommsen sammelte er Sagen, Märchen und mündlich überliefertes Erzählgut der Herzogtümer Schleswig und Holstein; viele dieser Texte wurden von Karl Müllenhoff in die Sammlung Schleswig-Holsteinischer Sagen aufgenommen, andere veröffentlichte Storm in Biernatzkis „Volksbüchern".


 
Gerd Eversberg
Theodor Storm als Schüler
Mit vier Prosatexten und den Gedichten von 1833 bis 1837 sowie sechs Briefen
Boyens: Heide 2006
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Über die Ursprünge der Erzählkunst Theodor Storms war bisher wenig bekannt, auch wenn es einige regionale Veröffentlichungen aus den 1840er Jahren gab. Seit Beginn der 1990er Jahre konnte die Storm-Forschung immer mehr Belege und Dokumente identifizieren, die zeigen, dass Storms literarische Anfänge bis in die Schulzeit zurückreichen und dass er bereits damals mehrfach Gedichte und Prosatexte veröffentlicht hat. Der Dichter bemühte sich später erfolgreich, sein eigentliches Werk von seinen frühen Versuchen abzugrenzen. Ob zu Recht oder Unrecht, das konnten bisher nur wenige Fachleute beurteilen, die sich mit den Quellen selbst beschäftigt haben.

Damit ergänzt Eversberg seine früheren Forschungen zu Storms erster großer Liebe Bertha von Buchan, die den jungen Dichter während seiner Studienzeit zu Gedichten und Prosatexten anregte, die erstmals einen eigenen Ton erkennen lassen und Voraussetzung für die Entfaltung von Storm lyrischer Meisterschaft waren. 

 
Storms erste große Liebe.
Theodor Storm und Bertha von Buchan in Gedichten und Dokumenten.
Herausgegeben und erläutert von
Gerd Eversberg.
Boyens: Heide 1995.
(im Buchhandel für € 8,40 erhältlich)
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Theodor Storm hat sein Frühwerk später nicht mehr gelten lassen, so dass seine umfangreiche Bildung im Geiste des 18. Jahrhunderts seinen Lesern kaum bewusst wurde. Die neu erschlossenen Dokumente zeigen aber, wie der spätere Dichter durch die Nachahmung von antiken und klassischen Vorbildern sein literarisches Handwerkzeug erwarb und welche humanistischen und republikanischen Grundüberzeugungen sein späteres öffentliches Wirken bestimmt haben. Beides bildet die Voraussetzung für Storms lyrische und epische Meisterschaft, deren Fundament er während seiner Studienzeit auch in der Auseinandersetzung mit der Literatur der deutschen Romantik und dem Werk von Hans Christian Andersen legte.

Beide Bände sind bei der Theodor-Storm-Gesellschaft zum Preis von je 5.-- € (zuzüglich Porto und Verpackung) erhältlich.

 

Sekundärliteratur:

  1. Albertsen, Leif Ludwig: Graue Stadt am eintönigen Meer. Zu Theodor Storms Weg aus d. vorgeformten in d. dichter. Sprache. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 87-98.
  2. Andresen, Dieter: Kraftfeld Heimat. Profile d. Nordens. Norderstedt: Books on Demand 2006. 487 S. Ill. (S. 130-37: Menschenbruder Theodor Storm. "Wort zum Tag" zur Tagung "Zugänge zu Theodor Storm". ...; Bibel und Christentum im Werk norddeutscher Dichter. Seminarreihe im nordelbischen Bibelzentrum Schleswig. S. 221-34: ...der Liebe Sakrament [Theodor Storm].)
  3. Arndt, Christiane: On the transgression of frames in Theodor Storm's novella "Aquis submersus". In: Monatshefte für deutschsprachige Literatur und Kultur. 97 (2005) 4, S. 595-614.
  4. Bakalov, A. S.: (Friedrich Hebbel und Theodor Storm.) [Studien ihres poet. Werkes.] (In russ. Sprache.) Samara: Staatl. Verkehrsakademie 2005. 131 S. (Geschenk v. Verf.)
  5. Balzer, Bernd: Einführung in die Literatur des Bürgerlichen Realismus. Darmstadt: Wiss. Buchges. (WGB) 2006. (Kap. V.3.: Der dreifach eingefriedete Konflikt - Theodor Storm: "Der Schimmelreiter" (1881), S. 100-108.)
  6. Barz, Paul: Theodor Storm. Wanderer gegen Zeit u. Welt. Biogr. 1. Aufl. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verl. 2004. 416 S.
  7. Bernd, Clifford Albrecht: Storms dänisch-deutsche Sozialisation: Husum und Kiel im dänischen Gesamtstaat. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 27-32.
  8. Bernd, Clifford Albrecht: Theodor Storm. The Dano-German Poet and Writer. 2. Dr. Bern (u. a.): Lang 2005. 233 S. Ill. (North American Studies in 19th-Century German Literature. 33.)
  9. Blödorn, Andreas: "Bei mir ist immer etwas dahinter". Jüdisches Leben u. poet. Wirklichkeiten in Meïr Aron Goldschmidts abgründig ironischem Realismus. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), 65-77.
  10. Blödorn, Andreas: Storms "Schimmelreiter". Vom Erzählen erzählen. In: Der Deutschunterricht. LVII (2005) 2: Erzählen. Theorie u. Praxis. S. 8-17.
  11. Bonter, Urszula: Ein atheistisches Erbauungsbuch für den Familienkreis. Paul Heyses Roman "Kinder der Welt". In: Fontane Blätter. (2005) 79, S. 99-121. (Storms Reaktion auf d. Roman erwähnt.)
  12. Carstens, Uwe: Ferdinand Tönnies. Friese u. Weltbürger. Eine Biogr. Norderstedt: Books on Demand 2005. 372 S. Ill.
  13. Decker, Jan-Oliver: Erinnern und Erzählen. Konservieren, Transformieren u. Simulieren v. Realität in männl. Erinnerungen im Realismus. In: Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2005. Tübingen. 2005, S. 104-30.
  14. Detering, Heinrich: Andersen und andere. Kleine dänisch-deutsche Kulturgeschichte Kiels. Heide: Boyens 2005. 199 S. Ill.; Kt. (3. Kap., S. 107-38: Der letzte Zeuge: Theodor Storm und Andersen in Kiel.)
  15. Dimitropoulou, Dimitra: Bürgerliches Erziehungsverhalten und Persönlichkeitsformung im Spätwerk Theodor Storms. (Diss., Kiel 2003.) Berlin: Logos-Verl. 2004. 218 S.
  16. Detering, Heinrich: "Nur ein Spielmann": Der dänische und der deutsche Storm. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 9-25.
  17. Dohnke, Kay: Zwischen Kaisersaschern und der Grauen Stadt am Meer. Beobachtungen auf d. literar. Landkarte Schleswig-Holsteins. In: Schleswig-Holstein. Spezial: Literatur. (2006) 7+8, S. 14/15. Ill.
  18. Dreyer, Ernst Jürgen (Hg. u. Essay): Dichter als Komponisten. Kompositionen u. literar. Texte v. 13. bis zum 21. Jh. Hg. u. mit e. Essay begleitet v. Ernst Jürgen Dreyer. Köln 2005. 174 S. Noten. (Stallgefährte. Sonderh. Musikwiss. 1.) (Nr. 30, S. 49: Th. Storm: Das Jägermädchen.)
  19. Dyck, Joachim: Ein Brief zu Theodor Storms "Immensee". In: Eros und Literatur. Liebe in Texten v. d. Antike bis zum Cyberspace. Festschr. f. Gert Sautermeister. Hg. v. Christiane Solte-Gresser. Bremen: Ed. Lumière 2005. S. 175-79.
  20. Erdmann-Degenhardt, Antje: Eislauf. Winterliches Eisvergnügen - beliebt bei Dichtern und Denkern. In: Schleswig-Holstein. (2006) 12, S. 6-10. Ill. (Erwähnt auch "Auf der Universität".)
  21. Erdmann-Degenhardt, Antje: Theodor Storm - ein Mäzen des Malers Christian Rohlfs? In: Schleswig-Holstein. (2006) 4, S. 1-7. Ill.
  22. Erdmann-Degenhardt, Antje: Und in der Luft liegt's wie ersterbender Rosenduft ... Ein literar. Streifzug durch d. Rosenland Schleswig-Holstein. In: Schleswig-Holstein. Spezial: Literatur. (2006) 7+8, S. 4-10. Ill. (3 Seiten über Th. Storm.)
  23. Eversberg, Gerd: Der junge Theodor Storm. Neue Erkenntnisse über Storms Schul- u. Studienzeit u. d. Anfänge seines Schreibens. In: Schweizer Volkskunde. Korrespondenzblatt d. Schweiz. Ges. f. Volkskunde. Sonderheft Schleswig-Holstein. Basel. 96 (2006) 1, S. 13-18.
  24. Eversberg, Gerd: Die Rungholtsage. In: Mitteilungen aus dem Storm-Haus. (2006) 19, S. 30-39. Ill.
  25. Eversberg, Gerd: Die Rungholtsage. In: Nordelbingen. Beiträge zur Kunst- u. Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins. Heide. 74 (2005), S. 113-43.
  26. Eversberg, Gerd: Ein neu gefundener Prosatext von Theodor Storm. In: Mitteilungen aus dem Storm-Haus. (2005) 18, S. 16-23. Ill.; Faks. (Enthält v. Th. Storm: Etwas über die Süderstapler Marktnacht vom 22. April d. J.; Als der wackre Schulmeister [= Widmung. An Fritz Stuhr.] u. v. Meyer, Peter: Expectorationen.)
  27. Eversberg, Gerd: Ein Schülergedicht von Theodor Storm. In: Schleswig-Holstein. (2005) 5, S. 13-15. Ill.; Faks. (Mit Abdr. u. Faks. v. Storms Gedicht "Der Fuchs und die Traube".)
  28. Eversberg, Gerd: Lyrik und Poetik. Zu Storms Gedicht "Elegie" aus d. Husumer Schulzeit. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 35-44.
  29. Eversberg, Gerd: Neues zu Storms frühen Schreibexperimenten. Mit d. frühesten Briefen Storms u. e. bisher unbekannten Prosatext aus d. Jahre 1835. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft 54 (2005), S. 27-63. Ill. (Enthält v. Th. Storm: Etwas über die Süderstapler Marktnacht vom 22. April d. J.; Gedichte; Briefe an: Elsabe Feddersen, 1.1.1827; Magdalena Woldsen, 1.1.1828, 28.12.1828. Außerdem v. Meyer, Peter: Expectorationen.)
  30. Eversberg, Gerd: Storm-Forschung und Storm-Gesellschaft. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 139-44. 55 (2006), S. 117-25.
  31. Eversberg, Gerd: Theodor Storm als Sammler nordfriesischer Sagen. In: Nordfriesisches Jahrbuch. Bredstedt. (2005) 41, S. 81-98. Ill.
  32. Eversberg, Gerd: Theodor Storm als Schüler. Mit vier Prosatexten u. d. Gedichten v. 1833 bis 1837 sowie sechs Briefen. Heide: Boyens 2006. 296 S. Ill.; Faks. (Enthält v. Th. Storm: ; ; Etwas über die Süderstapler Marktnacht vom 22. April d. J.; Celeste, eine Phantasie; Gedichte; Briefe an: Elsabe Feddersen, 1.1.1827; Magdalena Woldsen, 1.1.1828, 28.12.1828; Fritz Stuhr, 9.12.1832; Ernst Esmarch, 22.12.1836; Adelbert v. Chamisso, 23.1.1837.)
  33. Eversberg, Gerd: Theodor Storms Schulzeit. Die Neuorganisation d. Husumer Gelehrtenschule in d. 1. Hälfte d. 19. Jh. unter Rektor Peter Friedrichsen. In: Beiträge zur Husumer Stadtgeschichte. (2006) 10, S. 8-34. Faks.
  34. Eversberg, Gerd: Zwei Jahrmarktsberichte von Theodor Storm? In: Schleswig-Holstein. (2005) 11, S. 11-14. Faks.
  35. Fasold, Regina: Bindungsmuster - Theodor Storms Jugendfreundschaft mit Ferdinand Röse. Eine Betrachtung nebst sechs Briefen Röses an Storm aus d. Jahren 1854-1858. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 33-63. Faks.
  36. Fasold, Regina: "... daß die Novelle nur entweder 'Auf der Universität' oder 'Lore' heißen dürfe". Theodor Storms Briefwechsel mit d. Verleger Emil Carl Brunn in Münster. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 72-95. (Auch über d. engl. Übers. v. "Immensee".)
  37. Fasold, Regina: "Wenn ich nur dort hinüber könnte, / Wer weiß! - vielleicht noch fänd' ich's dort". Orte d. Heimkehr bei Theodor Storm. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 9-25.
  38. Fauth, Søren R.: Arthur Schopenhauer und der dänische Realismus vor und um 1900. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 79-86.
  39. Feyerabend, Wolfgang: Spaziergänge durch das literarische Potsdam. Zürich, Hamburg: Arche Literatur-Verl. 2005. 141 S. Ill.; Kt. (Mehrere Seiten über Th. Storm.)
  40. Forssell, Louise: "Es ist nicht gut, so ganz allein zu sein ..." Männlichkeiten und Geschlechterbeziehungen in Theodor Storms später Novellistik. (Doctoral Thesis in German at Stockholm University, Sweden 2006.) Stockholm: Almqvist u. Wiksell International 2006. 282 S. (Acta Universitatis Stockholmiensis. Stockholmer Germanistische Forschungen. 69.) (Geschenk v. d. Verf.)
  41. Frank, Magdalena: Gruß zum 21. Juli 2006. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 100. (Über Peter Goldammer.)
  42. Friedrichsen, Thomas: Husumer Geschichten. Erfurt: Sutton-Verl. 2005. 95 S. Überw. Ill. (Die Reihe "Bildergeschichten".)
  43. Gerrekens, Louis u. Eckart Pastor: Storms späte Novelle "John Riew'" oder: Wie alles gut wurde. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 99-116.
  44. Goldammer, Peter: Drei bisher unbekannte Briefe von Alexander von Wussow an Theodor Storm. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 64-71. Faks.
  45. Goldammer, Peter: "Er ist ohne Zweifel unser erster Lyriker". Was Heinrich Heine für Theodor Storm bedeutet hat. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 5-18.
  46. Günther, Antonia: Jahre in Weimar und Heiligenstadt. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 96/97. (Über Peter Goldammer.)
  47. Hettche, Walter: Das gefährdete Idyll. Räume d. Realismus bei Stifter u. Storm. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 6-22.
  48. Hoff, Karin: Thomasine Gyllembourgs "Alltagsgeschichten" und die Anfänge des Poetischen Realismus im dänischen Gesamtstaat. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 57-64.
  49. Jackson, David: Die Kriegsmonate 1870 im Spiegel der Familienbriefe Theodor Storms. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 45-55.
  50. Jacobsen, Elke: Storm-Bibliographie. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 131-38.
  51. Jannidis, Fotis: Zur Erzähltheorie der Figur. Alte Probleme u. neue Lösungen. In: Der Deutschunterricht. LVII (2005) 2: Erzählen. Theorie u. Praxis. S. 19-29.
  52. Jaritz, Gerhard: Kreisgerichtsrat Wilhelm Bader war Storms "Gesangvereinsuhr". In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 103-08. Ill.
  53. Jaritz, Gerhard: Meine Erinnerungen an Dr. Peter Goldammer. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 98/99.
  54. Jung, Jochen: Es hat mich ganz um den Schlaf gebracht. Theodor Storm: Geflüster der Nacht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 174 v. 29.07.2006, S. 40. (Frankfurter Anthologie.)
  55. Kato, Takeo: Über die Raumstruktur von Theodor Storms "Im Schloß". (In japan. Sprache.) In: Bulletin der Theodor-Storm-Gesellschaft Japan. (2005) 45, S. 8-10.
  56. Küpper, Achim: "Das kommt von all' dem Bücherlesen"! Intertextualität, Erzählproblematik u. alternative Lesepläne in Theodor Storms Novelle "Im Schloß". In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 93-111.
  57. Laage, Karl Ernst: Der Deich. In: Fleischhauer, Carsten u. Guntram Turkowski (Hg.): Schleswig- Holsteinische Erinnerungsorte. Heide: Boyens 2006. S. 34-37. Ill. ("Der Schimmelreiter" erwähnt.)
  58. Laage, Karl Ernst (Hg.): Gertrud Storms Schulerinnerungen. Neu hg. u. komm. v. Karl Ernst Laage. In: Beiträge zur Husumer Stadtgeschichte. (2006) 10, S. 46-52. Ill.
  59. Laage, Karl Ernst: Gustav Frenssen und Theodor Storm. In: Dithmarschen. (2006) 1, S. 7-9. Ill.; Faks. (Mit Faksimile v. Frenssens Widmung, die im "Theodor Storm Gedenkbuch" abgedruckt wurde [Hs.].)
  60. Laage, Karl Ernst: Liebesqualen. Theodor Storm u. Constanze Esmarch als Brautpaar. Heide: Boyens 2005. 124 S. Ill.
  61. Laage, Karl Ernst: Mit Theodor Storm auf Schritt und Tritt. Reisebegleiter durch Husum u. Nordfriesland. Heide: Boyens 2006. 100 S. Ill.; Kt.
  62. Laage, Karl Ernst: Theodor Storm und das Schloß vor Husum. In: Nordelbingen. Beiträge zur Kunst- u. Kulturgeschichte Schleswig- Holsteins. Heide. 75 (2006), S. 191-201. Ill.
  63. Laage, Karl Ernst: Theodor Storm und seine Vaterstadt Husum. Ein widersprüchl. Kapitel seiner Biografie. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 65-76.
  64. Laage, Karl Ernst: Weihnachten beim großen Zweifler Theodor Storm. In: Schleswig-Holstein am Sonntag. Nr. 6 v. 24.12.2006, S. 22. (Darin: Weihnachtslied, auch auf S. 1.)
  65. Laage, Karl Ernst: Wer waren "Doris", "Do" und "Dodo"? Eine Warnung vor Verwechslungen. In: Mitteilungen aus dem Storm-Haus. (2005) 18, S. 38-42. Ill.
  66. Lee, No-Eun: Erinnerung und Erzählprozess in Theodor Storms frühen Novellen (1848-1859). Berlin: E. Schmidt 2005. 163 S. (Husumer Beiträge zur Storm-Forschung. 4.)
  67. Lohmeier, Dieter: Theodor Storm und die schleswig-holsteinische Frage. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 33-46.
  68. Lohr, Bodo: Storms Stadt - meine Stadt. Husum: Husum Druck- u. Verlagsges. 2005. O. Pag. Bildbd. (Geschenk v. Verf.)
  69. Martus, Steffen u. Stefan Scherer u. Claudia Stockinger (Hg.): Lyrik im 19. Jahrhundert. Gattungspoetik als Reflexionsmedium d. Kultur. Bern (u. a.): Lang 2005. 486 S. (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik. N. F. 11.) (S. 205-36: Scherer, Stefan: Anti- Romantik [Tieck, Storm, Liliencron]. S. 345-55: Meier, Albert: "Unerhörte Rücksichtslosigkeit". Zur Logik v. Theodor Storms Anthologie-Polemik.)
  70. Matsui, Isao: Erinnerungen an Herrn Suhr in Hademarschen. (In japan. Sprache.) In: Bulletin der Theodor-Storm-Gesellschaft Japan. (2005) 45, S. 6/7.
  71. Mitteilungen aus dem Storm-Haus 18. Hg.: Theodor-Storm-Gesellschaft, Husum. Heide 2005. 46 S. Ill.; Faks.
  72. Mitteilungen aus dem Storm-Haus 19. Hg.: Theodor-Storm-Gesellschaft, Husum. Heide 2006. 47 S. Ill.; Kt.
  73. Möller, Klaus-Peter: Die erste Ausfahrt der "Argo". Rekonstruktion e. Verlagsprojekts. Mit 2 Briefen Theodor Fontanes an d. Gebr. Katz Verl. Dessau. In: Fontane Blätter. (2006) 82, S. 34-57. Faks.
  74. Moritz, Rainer: Abseits. Das letzte Geheimnis d. Fußballs. München: Kunstmann 2006. 150 S. Ill.
  75. Nathanielsz, Annette: Tod, Weiblichkeit und Hysterie in "Auf der Universität". Theodor Storms Novelle als norddt. "Sittenbild aus der Provinz". In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 77-91.
  76. Niedersachsen. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1895. Themenheft Nordsee. Wildeshausen 2006. 64 S. Ill. (S. 46-49: Peters, Karin: Im Wechsel der Gezeiten. Über d. Nordsee-Dichter Theodor Storm.)
  77. Nohara, Akio: Husum. Wiederbesuch zu Husum. In: Bulletin der Theodor-Storm-Gesellschaft Japan. (2005) 45, S. 15-18.
  78. Nohara, Akio: Über Husums Lage und Th. Storm: 1813-1864. (In japan. Sprache.) In: Bulletin der Theodor-Storm-Gesellschaft Japan. (2005) 45, S. 10-14.
  79. Pätzold, Hartmut: "So muß gearbeitet werden". Überlegungen im Anschluss an Theodor Fontanes Lob von Storms Novelle "Renate". In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 54 (2005), S. 113-30.
  80. Radecke, Gabriele: Theodor Fontane und Bernhard von Lepel: Ein literarisches Arbeitsgespräch in Briefen. Mit e. Geburtstagsgruß f. Theodor Storm zum 14. September 1853. (Darin Kap. 2.2. Fontane, Lepel, Storm u. d. "Argo".) In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 56-71. Faks.
  81. Rathjen, Friedhelm: Arno Schmidt auf Fanø. Der Schulausflug d. Atheisten. Scheeßel: Ed. ReJOYCE 2005. 188 S. Ill.; Kt. (Edition ReJOYCE. 8.) (Th. Storm mehrfach erwähnt.)
  82. Reiter, Christine: Gefährdete Kohärenz. Literarische Verarbeitung e. ambivalenten Wirklichkeitserfahrung in d. Novellen Theodor Storms. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverl. 2004. 348 S. (Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft. 81.)
  83. Richter, Helmut: Aus dem Briefwechsel zwischen Theodor Storm und Wilhelm Jensen. In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 72-96. Faks.
  84. Rühling, Lutz: Storms dänischer Antipode: Steen Steensen Blichers "schwarzer" Realismus. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. 55 (2006), S. 47-55.
  85. Schneider, Wolfgang: Es rauscht kein Wald. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 175 v. 30.7.2005, S. 38. (Frankfurter Anthologie.) (Über Storms Gedicht "Die Stadt".)
  86. Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. Im Auftr. d. Theodor-Storm-Ges. hg. v. Gerd Eversberg. Bd. 54 (2005). Heide: Boyens 2005. 168 S. Ill.
  87. Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft. Im Auftr. d. Theodor-Storm-Ges. hg. v. Heinrich Detering u. Gerd Eversberg. Bd. 55 (2006). Heide: Boyens 2006. 143 S.
  88. 666 Jahre Elsdorf-Westermühlen 1340-2006. Langenhorn: Cobra Verl. 2006. 232 S. Ill.; Kt.
  89. Spreckelsen, Tilman: Ein Sommer hinter Glas. Theodor Storm: Abseits. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 228 v. 30.9.2006, S. 46. (Frankfurter Anthologie.)
  90. Steensen, Thomas: Schlüttsiel - Hafen für die Halligwelt. Vortrag zur Neueröffnung d. "Fährhauses Schlüttsiel". In: Nordfriesland. (2005) 152, S. 19-25. Ill.
  91. Stein, Malte: Grenzgänge. Zur Bedeutung d. Wasserfrau-Motivs in Storms Erzählungen "Auf der Universität" u. "Der Schimmelreiter". In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 11 (2005), S. 19-32.
  92. Stein, Malte: "Sein Geliebtestes zu töten". Literaturpsychologische Studien zum Geschlechter- u. Generationenkonflikt im erzähler. Werk Theodor Storms. Berlin: E. Schmidt 2006. 273 S. graph. Darst.; Kt. (Husumer Beiträge zur Storm-Forschung. 5.)
  93. Stein, Malte: Vom Stillwerden des Musikanten in Theodor Storms Erzählung "Ein stiller Musikant". Oder: Wozu braucht d. Mensch Selbstobjekte? In: Storm-Blätter aus Heiligenstadt. 12 (2006), S. 23-34.
  94. Storm, Theodor: Anekdoten, Märchen, Sagen, Sprichwörter und Reime aus Schleswig-Holstein. Texte, Entstehungsgeschichte, Quellen. Unter Berücksichtigung d. v. Theodor Mommsen beigetr. Sagen nach d. Hss. u. Erstdr. hg. v. Gerd Eversberg. Mit Abb. Heide: Boyens 2005. 399 S. Ill.
  95. Storm, Theodor: Durch die Stille braust das Meer. Ausgew. nach Thomas Mann. 1. Aufl. Hamburg: Hoffmann u. Campe 2006. 224 S. (Die Bibliothek des Nordens.) (Enthält: Mann, Thomas: "Theodor Storm". Storm, Theodor: Immensee; Gedichte; Der Schimmelreiter.) (Geschenk v. d. Buchhandlung Delff, Husum.)
  96. Storm-Blätter aus Heiligenstadt. Hg. Heilbad Heiligenstadt, Literaturmuseum "Theodor Storm". Redaktion: Regina Fasold. Heiligenstadt. 11 (2005). 119 S.
  97. Storm-Blätter aus Heiligenstadt. Peter Goldammer zum 85. Geburtstag. Hg. Stadt Heilbad Heiligenstadt, Literaturmuseum "Theodor Storm". Redaktion: Regina Fasold u. Gabriele Radecke. Heiligenstadt. 12 (2006). 110 S.
  98. Suhr, Birgit: Erinnerungen an meinen Vater. In: Bulletin der Theodor-Storm-Gesellschaft Japan. (2005) 45, S. 1-3.
  99. Susteck, Sebastian: Liebesgründe. Zum Beginn v. Liebe in Erzähltexten d. deutschsprachigen Realismus. In: Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2006. Tübingen. 2006, S. 126-46. (S. 134-38 u. ö. über "Im Schloß".)

 

Aktuelle Storm-Bücher beim Verlag Boyens (Heide)

Aus der Dithmarscher Landeszeitung vom 06. September 2008

Theodor Storm als Politiker?
Neue Studie von Karl Ernst Laage aus dem Boyens Buchverlag beleuchtet Storms öffentliches Wirken.
Husum (br) „Theodor Storm als Politiker zu bezeichnen, wäre dann doch etwas übertrieben, aber er war ein politischer Mensch, der für seine Überzeugung alles gewagt hat“, sagte Prof. Dr. Karl Ernst Laage bei der Vorstellung seines neuen Buches „Theodor Storms öffentliches Wirken. Eine politische Biographie.“ im Husumer Museum.
Storm war in seiner Kindheit und Jugend wie alle Schleswig-Holsteiner ein Bürger im dänischen Gesamtstaat, in dem wirtschaftliche Erfolge das „goldene Zeitalter“ heraufgeführt hatten, bis mit Beginn der 1840er Jahre nationalistische Ideen auf dänischer wie auf deutschsprachiger Seite einen Keil tief zwischen der Bevölkerung trieb. Bei der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark ab 1848 und für die provisorische Regierung, die bis zur Niederlage bei Idstedt 1851 im Sattel saß, ergriff Storm die Partei der Aufständischen und unterstützte die Bestrebung um ein eigenständiges Schleswig-Holstein im Deutschen Bund mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln: als politischer Korrespondent für die von Theodor Mommsen herausgegebene Schleswig-Holsteinische Zeitung, als Organisator von Veranstaltungen und als politischer Dichter. Er ging dabei so weit, dass er nach der Niederlage der Schleswig-Holsteinischen Bewegung vom Dänischen König Berufsverbot als Rechtsanwalt erhielt und in der Folge ins preußische Exil gehen musste. In seinem Überblick über Theodor Storms politisches Leben zeigte Prof Laage, der 88jährige Ehrenpräsident der Storm-Gesellschaft, vor dem interessierten Publikum zahlreiche Beispiele, wie der Dichter seine politische Überzeugung in Gedichte umgesetzt hat, die damals als klare Bekenntnisse und Kampfaufrufe verstanden wurden. Laage zeigte aber auch , dass dieser wache politische Verstand Storms such in der Folgezeit auch gegen sein Exilland Preußen richtete, insbesondere nach 1867, als Schleswig-Holstein statt eigenständiges Land im Deutschen Bund preußische Provinz wurde. Storm war nach dem Krieg von 1864 zwar in seine Heimatstadt zurückgekehrt, doch blieb er bis zu seinem Tode in vielen Werken ein Warner gegen preußisch-deutsches Von-oben-herab-Regieren und ein Verfechter sozialer Gleichheitsprinzipien.
Dr. Gerd Eversberg, der Direktor des Storm-Zentrums und Sekretär der Storm-Gesellschaft, hatte in seiner Be-grüßung auf den erheblichen erkenntniszugewinn verwiesen, den die Storm-Forschung auf diesem Themenfeld in den vergangenen 20 Jahren verbuchen konnte. Angestoßen hatte diese Thematik 1988 im 100. Todesjahr des Dichters der damalige Präsident der Gesellschaft, Christoph-Bernhard Schücking aus Dithmarschen, die Prof. Laage erstmal ein Jahr später in einer kleinen Ausstellung mit einem ersten Katalog erarbeitete. Bernd Rachuth, der Leiter des Boyens Buchverlags, zeigte an dieser Neuerscheinung über „Theodor Storms öffentliches Wirken“ auf, warum nach wie vor neue Bücher über den Literaten erscheinen: „Diese politische Biographie zeigt beispielhaft, wie rasant sich das Bild von diesem großen Dichter verändert und erweitert, und zwar fast im Jahrestakt.“
Im anschließenden Gespräch verwies der Präsident der Storm-Gesellschaft, der Göttinger Germanist Prof. Dr. Heinrich Detering, auf den auch von Laage zitierten Thomas Mann: Der zählte Storm zu den „großen Bürgern“, die um der „politischen Freiheit“ willen ihre „Lebensstellung“ aufgegeben haben. „Sie waren Demokraten“, erklärte Thomas Mann, „sie waren Politiker.“ Also doch! Jedenfalls in einem grundsätzlichen Verständnis.

Karl Ernst Laage, Theodor Storms öffentliches Wirken – eine politische Biografie, Boyens Buchverlag, Heide, 144 Seiten, 43 Abbildungen, kartoniert, 9.90 Euro, ISBN 978-3-8042-1265-7.

 

Theodor Storm
Gedichte
Herausgegeben von Gerd Eversberg
232 Seiten, kartoniert
Erschienen 2007, Preis € [D] 12,90 / sFr* 22,60
ISBN 978-3-8042-1205-3

 

Karl Ernst Laage
Mit Storm auf Schritt und Tritt
Reisebegleiter durch Husum und Nordfriesland
100 Seiten, 42 Abbildungen, Klappbroschur
Erschienen: 2006, Preis: € [D] 6,40/sFr* 11,50
ISBN 978-3-8042-1198-8
ISBN (alt) 3-8042-1198-4

 

Karl Ernst Laage: Liebesqualen
Theodor Storm und Constanze Esmarch als Brautpaar
124 Seiten, 24 Abbildungen gebunden, Format: 22,8 x 14 cm
Erschienen: 2005, Preis: € [D] 12,90/sFr* 22,60
ISBN 978-3-8042-1175-9
ISBN (alt) 3-8042-1175-5

 

Karl Ernst Laage: Theodor Storms Halligwelt und seine Novelle "Eine Halligfahrt"
76 Seiten, 39 Abbildungen
Erschienen: 2004, Preis: € 9,90 (sFr* 17,40)
ISBN 978-3-8042-1140-7
ISBN (alt) 3-8042-1140-2

 

Karl Ernst Laage: Unterwegs mit Theodor Storm
136 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, Format 15x20 cm
Erschienen: 2002, Preis: € 9,90 (sFr* 17,40)
ISBN 978-3-8042-1090-5
ISBN (alt) 3-8042-1090-2

 

Karl Ernst Laage: Theodor Storm. Biographie
288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Erschienen: 1999, Preis: € 17,- (sFr* 29,10)
ISBN 978-3-8042-0856-8
ISBN (alt) 3-8042-0856-8

 

 

Storm-Briefwechsel im Erich Schmidt Verlag, Berlin

 

  1. Theodor Storm – Ernst Storm (Band 17)
    Herausgeber: Dr. David A. Jackson, 2007
    Preis: EUR (D) 69,80

  2. Theodor Storm - Gebrüder Paetel (Band 16)
    Herausgeber: Roland Berbig
    unter Mitarbeit von: Katrin Bicher, Tobias Bock, Dorothee Flach, u.a. 2005
    Preis: EUR (D) 79,80

  3. Theodor Storm - Constanze Esmarch (Band 15) Briefwechsel (1844-1846).
    Herausgeber: Regina Fasold, 2002
    Preis: EUR (D) 149,60

  4. Theodor Storm - Heinrich Schleiden (Band 14)
    Herausgeber: Peter Goldammer, 1995
    Preis: EUR (D) 34,80

  5. Theodor Storm - Gottfried Keller (Band 13)
    Herausgeber: Karl Ernst Laage, 1992
    Preis: EUR (D) 46,80

  6. Theodor Storm - Otto Speckter Theodor Storm - Hans Speckter (Band 12)
    Herausgeber: Walter Hettche, 1991
    Preis: EUR (D) 39,80

  7. Theodor Storm - Klaus Groth (Band 11)
    Mit Dokumenten und den Briefen von Storm und Groth zum Hebbel-Denkmal
    Herausgeber: Boy Hinrichs, 1990
    Preis: EUR (D) 44,80

  8. Theodor Storm - Hartmuth und Laura Brinkmann (Band 10)
    Herausgeber: August Stahl, 1986
    Preis: EUR (D) 39,80

  9. Theodor Storm - Ernst Esmarch (Band 07)
    Herausgeber: Arthur Tilo Alt, 1979
    Preis: EUR (D) 32,80

  10. Theodor Storm - Eduard Mörike Theodor Storm - Margarethe Mörike (Band 06)
    Kritische Ausgabe mit Storms "Meine Erinnerungen an Eduard Mörike"
    Herausgeber: Hildburg Kohlschmidt, Werner Kohlschmidt, 1978
    Preis: EUR (D) 39,80

  11. Theodor Storm - Erich Schmidt II. 1880-1888 (Band 05)
    Herausgeber: Karl Ernst Laage, 1976
    Preis: EUR (D) 46,80

  12. Theodor Storm - Erich Schmidt I. 1877-1880 (Band 04)
    Herausgeber: Karl Ernst Laage, 1972
    Preis: EUR (D) 34,80

  13. Theodor Storm - Paul Heyse III. 1882-1888 (Band 03)
    Herausgeber: Professor Dr. Clifford A. Bernd, 1974
    Preis: EUR (D) 68,00

  14. Theodor Storm - Paul Heyse II. 1876-1881 (Band 02)
    Herausgeber: Professor Dr. Clifford A. Bernd, 1970
    Preis: EUR (D) 39,80

  15. Theodor Storm - Paul Heyse I. 1853-1875 (Band 01)
    Herausgeber: Clifford A. Bernd, 1969
    Preis: EUR (D) 34,80

 

Rezension zu David Jackson: Theodor Storm. Dichter und demokratischer Humanist. Eine Biographie.

NDR 4/Politische Bücher - Redaktion: Rolf-Martin Korda

Annette Eversberg rezensiert:
David A. Jackson: Theodor Storm. Dichter und demokratischer Humanist.
Eine Biographie. Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2001.
EUR 29,80 ISBN 3 5O3 06102

Der Blick auf den Autor trägt viel zum Verständnis des Buches bei. David Jackson ist nicht nur Germanist, er gehört auch an der University of Wales in Cardiff einer Fakultät an, die sich mit der Politik und Geschichte europäischer Staaten beschäftigt. Und so hat er diesen deutschen Dichter aus Husum von Anfang an unter dem Aspekt von dessen politischer und gesellschaftskritischer Grundeinstellung betrachtet; lange bevor sich deutsche Storm-Forscher überhaupt je Fragen dazu stellten. Denen muss man allerdings zugestehen, dass sie alle Hände voll zu tun hatten, den nicht zuletzt von Thomas Mann wegen seiner literarischen Qualität gewürdigten Autor aus der Ecke der Heimatdichter herauszuholen, in die man ihn gerade im Nachkriegsdeutschland gestellt hatte. Dabei hätte sich jedem schon bei der Betrachtung der Zeitleiste von 1817 - dem Geburtsjahr Storms - bis 1888 - seinem Todesjahr - die Frage aufdrängen müssen, wie ein Autor in dieser Zeit europäischer Turbulenzen ganz unempfindlich hätte bleiben und sich in die Schilderung deutscher Idylle vertiefen können?
David Jackson kann allerdings die früheren Interpreten zum Teil entlasten, denn Storm hat diesen Eindruck selbst gefördert. Das gehört zur politischen Dimension Stormscher Dichtung, die der Biograph Stück für Stück aus einer Vielzahl von Erzählschichten herausschält. Politische Subtexte hatte Storm, wie es auch andere Schriftsteller taten, zunächst vor den Zensoren verborgen, die vor der Revolution von 1848 alle Publikationen im deutschen Bund misstrauisch beäugten. Zeitschriften konnten nur erscheinen mit einem Privileg des dänischen Königs, dem Herrn über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Wenn Storm auch nicht der radikalen Szene zugehörte, so wandte er sich doch wie die politisierten jungdeutschen Schriftsteller Georg Herwegh oder Ferdinand Freiligrath gegen die Rückständigkeit in den deutschen Staaten, gegen den feudalen Sumpf, wie er es nannte, und gegen jene gesellschaftlichen Kräfte, die die Modernisierung auf jeden Fall verhindern wollten. Wie Drachen, denen man das freche Haupt dennoch abschlagen müsse. So heißt es in einem Gedicht, das aber nie veröffentlicht wurde. Storm wählte einen anderen Weg, er ging die Auseinandersetzung zwischen der alten Zeit des Feudalismus, die in Schleswig und Holstein mit dem ritterlichen Ständestaat zunächst noch fest verankert schien, und der neuen Zeit mit ihren Forderungen nach bürgerlichen Freiheiten gleichsam von unten her an. Hinter den Themen von Liebe und Ehe entfaltete er das menschliche Schicksal derjenigen, die durch Standesschranken an der Selbstverwirklichung gehindert waren. Sein politisches Credo als Dichter ist das eines demokratischen Humanisten, wie Biograph Jackson Theodor Storm nennt. Fast an jeder Novelle kann er diese Grundzüge entdecken, wobei sich zwei Hauptkräfte ausmachen lassen, die dem demokratischen Humanismus vor allem im Wege stehen: Die Kirche und der Adel. Storm hatte gehofft, daß das Staatsgrundgesetz, das 1848 verabschiedet wurde, eine Trennung von Kirche und Staat verwirklichen und die Säkularisierung des Bildungswesens bringen würde, damit alle gesellschaftlichen Gruppen daran teilhaben könnten. Dazu kam es jedoch nicht. Größere Freiheit in allen deutschen Staaten wurde nicht erreicht; es gelang der Allianz von Thron und Altar, mit Preußen die reaktionäre Macht wieder neu zu zementieren. Novellen wie „Im Saal“ oder „Im Schloß“ sprechen in der Lesart des Biographen davon in einer deutlichen Sprache. In einer der berühmtesten Novellen der Frühzeit, „Immensee“, ist die biedermeierliche Idylle, in der zuweilen sogar Ansätze zu einem Courths-Mahler-Roman aufscheinen, nur die Kulisse für das Scheitern eines Erneuerungsprozesses, zu dem das Bürgertum nicht fähig war, weil es die Wertvorstellungen des Adels übernahm. Die jungen Damen aus gutem Hause, die auf Geheiß ihrer eifrig über sie wachenden Mütter „Immensee“ lasen, konnten in eigenen Erinnerungen an die erste Liebe schwelgen. Doch einen Ausbruch wie Nora aus dem Puppenheim gibt es nicht, zuletzt hat alles wieder seine altbewährte Ordnung. Bei den Lesern und bald schon in den literarischen Salons.
Gemeinsam mit seinem Berliner Kollegen Theodor Fontane gehörte Storm eine Zeitlang dem sogenannten „Tunnel über der Spree“ an, einer Gruppe von Literaten. Als Verfasser reizvoller Novellen wurde er geschätzt, seine Kritik an Preußen, die wollte man auch hier nicht hören. Erst recht nicht Fontane. Über die Frage, ob der Graf von Arnim jetzt schon bereit sei, dem Maschinenbauer Borsig seine Tochter zur Frau zu geben, wovon Storm nicht überzeugt war, kam es zu einer brieflichen Auseinandersetzung mit Fontane, der Storm Philisterhaftigkeit vorwarf. Storm war ungern in Potsdam und später ebenso ungern im thüringischen Heiligenstadt, wohin er gezogen war, als man ihm unter dänischer Herrschaft seine Zulassung als Advokat aberkannt hatte. Er war selber Opfer der politischen und sozialen Verhältnisse, die er im Kleinen auch in einer Provinzstadt wie Husum hatte beobachten können. Deshalb hielt er den Kapitalismus zunächst für fortschrittlich, schien er doch die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Aber während Gustav Freytag in seinem Roman „Soll und Haben“ die Überzeugung aussprach, dass das Bürgertum die Faszination der adligen Welt überwinden würde, hält Storm in seiner Novelle „Auf dem Staatshof“ dagegen. Er zweifelte an der Fähigkeit der neuen Bourgeoisie, sich selber treu zu bleiben und den Kampf mit dem Adel ein für alle Mal aufzunehmen. Er sollte Recht behalten. Nach dem preußisch-österreichischen Krieg errang Preußen die Alleinherrschaft in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Storm, der inzwischen wieder als Amtsrichter nach Husum zurückgekehrt war, erlebte das preußische Verwaltungssystem als das autoritäre Regime, wie es viele Jahrzehnte in Deutschland überdauern sollte. Jeder dumme Kerl, so Storm, komme in diesem Gewaltstaat mit der Miene des kleinen persönlichen Eroberers daher. Storm konnte ein Mann harter Worte sein, aber gerade weil er auch Künstler war, entwarf er Bilder dieser Verhältnisse, deren Deutlichkeit uns sein politischer Biograph vor Augen führt. Und spätestens jetzt wird klar, wie wenig im eigentlichen Sinne von Husum, von Nordfriesland oder von Deichen die Rede ist. Ein Umfeld, aus dem sich der literarische Storm niemals herauszulösen schien, mit dem der demokratische Humanist aber nur am Rande zu tun hat. Selbst Storms bekannteste Novelle, der Schimmelreiter, erhält eine mehrdeutige Lesart, nicht die einer bloßen Deichbaugeschichte. Es ist der Kampf eines Mannes, der von der Modernität überzeugt, die Gemeinschaft auf seine Seite zu ziehen versucht. Doch das gemeinsame Werk misslingt, wie der Deich, der schließlich zusammenbricht.
Storms humanistische Hoffnung erfüllt sich nicht. Und David Jackson schließt seine Biographie daher mit dem Hinweis auf ein Zitat, auf das Hans-Ulrich Wehler aufmerksam gemacht hat: Der Historiker und Storm-Freund Theodor Mommsen meinte nämlich, dass der Schaden der Bismarckschen Periode unendlich viel größer gewesen sei als ihr Nutzen, denn - so fährt Mommsen fort - „die Gewinne an Macht waren Werke, die bei dem nächsten Sturm der Weltgeschichte wieder verloren gehen. Aber die Knechtung der deutschen Persönlichkeit, des deutschen Geistes, war ein Verhängnis, das nicht mehr gutgemacht werden kann.“

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